Selbstvertrauen

Selbstvertrauen
Selbstvertrauen

Hallo, da bin ich wieder….Jaa, es war sehr ruhig hier in den letzten Wochen und es hat mir schon immer in den Fingern gekribbelt, weil ich was Neues für dich schreiben wollte. Allerdings hat es die Zeit leider einfach nicht zugelassen, denn…

Ich habe meine Yogalehrerausbildung erfolgreich abgeschlossen und bin jetzt Yogalehrerin. Juhu. Da freu ich mich sehr drüber und die Vorbereitung auf meine Abschlussstunde Mitte Dezember hat mich einfach total eingenommen.

Apropos Abschlussstunde. Wie jede Yogastunde stand auch meine Abschlussstunde unter einem bestimmten Thema. Über Vertrauen habe ich bereits einen Beitrag geschrieben. Das hat mich nicht losgelassen und deshalb habe ich für meine Abschlussstunde das Thema Selbstvertrauen gewählt.


Das Vertrauen zu sich selbst. Was ist Vertrauen zu sich selbst?

Selbstvertrauen bedeutet, dass man Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hat. Dass man sich etwas zutraut und offen auf Herausforderungen zugeht.

Warum gibt es Menschen mit mehr und Menschen mit weniger Selbstvertrauen? Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht liegt der Ursprung in der Kindheit und es ist etwas vorgefallen, was einen Riss ins sraddha, ins Urvertrauen, gebracht hat. Vielleicht hat man immer wieder Sätze über sich gehört, die man dann als eigene Glaubenssätze in sich verankert hat.

Wenig Selbstvertrauen zeigt sich meist in Selbstzweifeln. Herausforderungen werden vielleicht gemieden, da man eben kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hat.

Was ist nun der größte Unterschied zwischen Menschen mit mehr Selbstvertrauen und Menschen mit weniger Selbstvertrauen? Der Glaube an und über sich selbst.

Hierzu gibt es ein passendes Zitat:

Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – in beiden Fällen hast du Recht

Henry Ford

Wenn man diesen Satz mal auf sich wirken lässt….Ob man denkt, man kannst es oder man kannst es nicht – in beiden Fällen hat man Recht…. Das würde ja bedeuten, dass es in der eigenen Hand liegt, wie man über sich denkt und wie es um das Selbstvertrauen steht?

Und genau so ist es. Das ist einerseits beängstigend, weil es in eigener Hand liegt und man niemanden dafür verantwortlich machen kann, auch nicht die Vergangenheit. Andererseits hat es etwas unglaublich Tröstliches an sich. Das Wissen, dass es in der eigenen Hand liegt, an sich selbst zu glauben.

Eine wahnsinnig große Rolle dabei spielt die Kommunikation. Beim Selbstvertrauen ist es die Kommunikation mit der eigenen inneren Stimme. Wie gewaltfrei ist diese Kommunikation. Redet man innerlich gut oder schlecht, wertschätzend oder abwertend über sich? In der gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg geht es vor allem darum, wertschätzend mit dem Gegenüber (in diesem Fall mit sich selbst) zu kommunizieren. Im Yoga wird diese Gewaltfreiheit mit ahimsa ausgedrückt.

Außerdem macht es einen großen Unterschied, ob man den eigenen Gedanken und damit der eigenen inneren Stimme immer den vollen Glauben schenkt. Man könnte sich dazu folgende Fragen stellen:  Entsprechen die Gedanken und Glaubenssätze wirklich der Wahrheit? Wird diese zukünftige Situation wirklich so furchtbar wie erwartet?

Wenn es gelingt, sich von den eigenen Gedanken etwas abzugrenzen und in dem Wissen zu sein, dass man Gedanken HAT und nicht diese Gedanken IST, dann macht das einen großen Unterschied fürs Selbstvertrauen.

Mal über sich selbst lachen können, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen – auch das gehört zum Selbstvertrauen dazu.


Dieses Thema hat mich durch meine Abschlussstunde getragen. Es hat mir unglaublich geholfen, über dieses Thema zu sprechen. Wenn es eine Eigenschaft gibt, die als Yogalehrerin von Vorteil ist, dann ist das Selbstvertrauen.

Und so eine Yogastunde zu unterrichten, kann auch ein ganz schöner Selbstvertrauens-Boost sein, das kann ich dir sagen. Denn auch diese Situation würde wieder gut in meinen Beitrag über die Komfortzone passen. Und das Gefühl danach, gerade als Yogalehrerin eine Stunde gehalten zu haben und dann auch noch positives Feedback zu erhalten, ist einfach unschlagbar. Da lohnt es sich auch, bereits eine Woche vorher nervös gewesen zu sein.

Es gibt ganz viele Situationen im Leben, durch die Selbstvertrauen entwickelt werden kann. Nämlich vor allem dann, wenn man die eigene Komfortzone verlässt, wie gerade beschrieben.

Doch auch ohne Situationen von außen kann das Selbstvertrauen kultiviert werden. Nämlich von innen heraus: auf seine Gedanken zu achten und die innere Stimme einfach mal zu beobachten.

In diesem Sinne,

herz weich und namasté.

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